Juni 8

Das neue Zeit, Alter!

Ich glaube ja felsenfest daran, dass der Menschheit eine Zukunft bevorsteht, in der alle digitale Kommunikation ihren Stellenwert verliert, persönliche Gespräche wieder werden, was sie waren und Technik nur noch genutzt wird, wenn man sie braucht.

Nicht nur, weil die Menschheit es für die eigene Existenzsicherung muss, sondern sie weiß, dass sie es will.


Was für eine wunderbare Vorstellung, nicht wahr?


 

Mai 12

Berlintypisches Konzert nicht in Berlin


Irgendwie ist jeder Tag, an dem ich was unternehme und meine Kamera vergesse im Endeffekt immer saugeil.


Gestern war ein Tag, an dem alles anders war als gedacht. Zum Konzert einer befreundeten Band. Ich erwartete einen großen Saal, in dem man vor Menschenmassen und 30°C Außentemperatur nicht mehr atmen kann. Stattdessen bekam ich einen kleinen Jugendclub mit Stehlampen als Scheinwerfer und das nicht mal in Berlin! Und es war einfach perfekt. Konzert würde ich das garnicht nennen, denn wann hört man schon den Schlagzeuger ohne Mikrophon „Momääähääänt!“ sagen, weil er noch nicht bereit für den ersten Song ist? Das ist hier wirklich zu meinem Tagebuch mutiert.

Am allerschönsten fand ich aber, neue Leute kennen zu lernen, mit denen man sofort Ärsche auf Eimer ist.


Und das nur, weil man selbst so ist, wie man ist.


Das i-Tüpfelchen: Es wurden Gewitter und 30°C angesagt. Es ist strahlender Sonnenschein und angenehme 25°C! Geil!

Mai 12

Treffen sich zwei Nasen, fragte die eine: „Na, wie läuft’s?“

Berlin ist verrückt. Dafür liebe ich es.
Am aller verrücktesten finde ich es, dass ich so unkompliziert in die persönlichsten Gespräche mit Fremden kommen kann, die ich nicht mal mit jahrelangen Freunden führen werde. Und am allerbesten funktionieren diese Gespräche im Taxi: Begrenzte Zeit und eine gewisse Art an „Dienstleistung“ bringen die Grundstimmung eher in eine Art Speed-Dating-Modus, dass man sich unterhalten „müsse“.
Glücklicherweise sind viele der Taxifahrer in Berlin (mit wirklich nur einer Ausnahme) sehr kommunikativ und aufgeschlossen.

Es geht im Sprintmodus von 5-sekündigem Smalltalk direkt in die Vollen: Gefühlschaos, Lebenswünsche, Alltagsqualen. Ich find das so klasse.


Ganz ehrlich, fahrt mehr Taxi!


Vorallem wochentags am Abend; ihr werdet erstaunt sein, welche besonderen Lebensgeschichten euch für immer begleiten werden!
Heute hatte ich mit Abstand die beste Taxibegegnung überhaupt: Es ging um persönliche Psyche, ehrliche Worte und noch ehrlicheres Mitgefühl. Ohne etwas von den Geheimnissen zu verraten, die mir anvertraut wurden, will ich sagen:

Danke nochmals, lieber Taxifahrer Mario, dass du zu dieser Tageszeit arbeitest. Denn ohne dich und deine Kollegen müsste ich jetzt noch in der verspäteten und von unangenehmen Fahrgästen gefüllte Ringbahn sitzen… Ich freue mich auch sehr über das ehrliche Gespräch mit dir und hoffe, dass du dich, wenn du das hier liest, in etwa an mich zurück erinnern kannst.
Deinen Glücks-Cent habe ich an einen guten Aufbewahrungsort getan. Wenn er seine Pflicht erfüllt hat, bekommst du ihn zurück!

Mai 12

Was für eine Überschrift nutze ich für den wichtigsten Post?

Das wird sowohl der wichtigste als auch der verwirrteste Post, den es hier geben wird. Ob ich ihn veröffentliche, entscheide ich jetzt noch nicht. Aber ich will unbedingt dieses Feeling festhalten.


Kennt ihr das, wenn einen die Gedanken zerreißen, ob man je die richtigen Entscheidungen für sein Leben getroffen hat?


Man plötzlich garnicht mehr Herr der Lage ist und die Gefühle einen übermannen? Ich bin gerade in so einer Lage. Und ich bin mir sicher, dass dies schon länger so ist. Aber den Zenit habe ich jetzt erst erreicht. Keine Ahnung, ob es der neue Job, eine miese Erkältung, depressive Stimmung oder allgemeine Erschöpfung ist. Es ist eine verfickt miese Mischung, die mich da gerade in Schach gehalten hat! Auf der einen Seite bin ich dankbar für das, was ich erreicht habe, auf den anderen beiden Seiten zweifele ich daran, ob ich das verdient habe und ob ich das überhaupt zukünftig stämmen kann. Und ja, für mich sind es nicht zwei Seiten, sondern ein verkacktes Dreieck!

Meine Fresse, mit welchen Magenschmerzen und miesen Gedanken ich die letzten zwei Wochen herumlaufe ist echt nicht mehr feierlich… Bis ich heute nicht nur akzeptiert, sondern auch gespürt habe: Ja, ich bin gerade am Tiefpunkt. Und ich funktioniere trotzdem und habe jeden Tag seitdem geschafft. Trotz Zweifel und Angstkloß im Magen. Und vorhin ist mir aufgefallen, dass ich auch ohne genügend Schlaf und Ernährung alles geschafft habe. Und mich auch konzentrieren kann. Und dass ich keine Angst haben brauche. Als ich das wirklich gefühlt habe, entfernten sich der Magenkloß und die trüben Gedanken immer weiter von mir. Sie sind nicht komplett weg; das werden sie wahrscheinlich nie wieder sein. Jeden Tag kommen sie kurz an meine mentale Tür und klopfen an; oder reißen die Tür nieder. Aber ich weiß, dass sie mich nicht mehr überrumpeln werden. Und ich weiß und fühle jetzt, was ich alles noch schaffen kann, wenn ich wieder aus diesem Tal heraus bin.

Keine Ahnung, ob dieser Text jetzt mehr für mich oder für dich ist. Das ist auch egal, solange das Gefühl ankommt:


Hab keine Angst!


März 8

Bubbling brain. / Geficktes Gehirn.

Mindfuck isn’t a word of my daily jargon. Rarely a thought, a situation, a memory stucks in my mind so hard that I can’t escape of this mind-bending-swirl. But most of the time I get this feeling while watching movies.


Your life is full of appreciation and dedication. At least you think it is.


Right to the point you watch this movie and your vibrating lung presses a stream of tears through your eyes and you don’t know why this is happening. You wonder if you aren’t that thankful you thought you’ll be. Desperately you search for an answer inside yourself, but there is none. The movie doesn’t answer at all. You feel replaceable and this is the first time of your existence you understand your vulnerability. Instead of sinking deep in the garden dump full of self-doubt, you decide to accept this feeling as a whole. You don’t want to change anything of its feeling.

Because you accept yourself and you are grateful.

 

Mindfuck ist eine Bezeichnung, die ich nur äußerst selten nutze. Denn nicht oft ergreift mich ein Gedanke, eine Situation, eine Erinnerung dermaßen stark, dass ich im eigenen Gedankenstrudel festhänge. Am krassesten lösen Filme bei mir dieses Gefühl aus.


Dein Leben ist schon voller Dankbarkeit und Hingabe. Denkst du zumindest.


Bis du einen Film schaust und in dir warm und drückend das Pulsieren deiner Lunge dir allmählich Tränen in die Augen zaubert und du nicht einmal weißt, warum. Dann stellst du in Frage, ob du vielleicht doch nicht so dankbar bist und was du noch tun kannst; doch der Film gibt dir keine Antwort. Du fühlst dich ersetzbar und zum ersten Mal verstehst du deine Verletztlichkeit. Und anstatt in Selbstzweifel zu versinken, entscheidest du dich bewusst, diesen Gedanken zu akzeptieren und nichts ändern zu wollen.

Denn du akzeptierst dich und bist dankbar.

Dezember 20

Was gerade in Berlin abgeht,

geht schon die ganze Zeit ab. Mit dem kleinen Unterschied, dass wir es direkt wahrnehmen. Unsere eigene Sterblichkeit wird uns schmerzlich bewusst. Dabei war es niemals anders; nichts hat sich an den „Bedrohungen“ geändert, die uns umgeben. Aber die Tatsache, dass man sie jetzt nicht mehr so gut leugnen kann, macht den meisten Menschen Angst.

Ich bin bestürzt. Ich bin wirklich bestürzt. Gestern Abend liefen noch viele leise und heiße Tränen in dünnen Rinnsälen an meinem Gesicht herunter. Kein Gefühlsausbruch, Panikattacke oder Verzweiflungsanfall. Ich weine auf der einen Seite wegen der Menschen, die dieses Ereignis hautnah miterleben mussten.


Aber noch viel mehr weine ich, weil meist nur solche Dramen dazu führen, dass wir unseren geliebten Mitmenschen sagen, dass wir froh sind, sie zu haben.


Dass sie auf sich aufpassen sollen. Dass wir uns unserer eigenen Endlichkeit bewusst werden. Und meist nur in solchen Situationen wirklich dankbar dafür sind.

Ich habe das Grundvertrauen in die Menschheit, dass dieses Chaos uns eines Tages langanhaltend so nahe bringt, wie wir es jetzt für diesen kurzen Moment sind. Ich habe das Grundvertrauen, auf meinen Instinkt zu hören. Mein Instinkt gibt mir gerade Ruhe anstatt Panik. Tagtäglich sind wir lebensgefährlichen Situationen ausgesetzt. Tragische Unfälle im Alltag passieren wesentlich häufiger als geplante oder vorsätzliche Geschehnisse.


Das Problem dabei ist nur, dass man sich ausschließlich auf diese ungewöhnlichen geplanten Geschehnisse fokussiert. Alles andere wäre ein täglicher Mindfuck, den die wenigstens aushalten würden.


Ich für meinen Teil vertraue auf meinen Instinkt. Ich vertraue darauf, dass ich keine Angst haben muss. Mein Ende wird irgendwann kommen. So wie jedes Ende von jedem von euch auch kommen wird. Aber ich lehne die Vorstellung ab, Angst zu haben, vor meine eigene Haustür zu treten.


Dann hätten die bösen Menschen gewonnen und ich bin niemand, der das Böse in meinen Gedanken gewinnen lässt.


 

November 6

Surprise! / Überraschung!

My blog doesn’t make sense for me at all. Especially if I think of social media or the other shit. I want to express myself and I point this out in 11 of 10 posts. My head is full of inspiration.


Everything inspires me; I inspire everyone.


If I imagine that one day more than 5 people could recognize Irreationale, I wonder myself: How many people experience a very strange déjà-vu right now? Or how many people try to remember my run-of-the-mill-face to spot me immediatly the next time? As it’s my appearance that’s more important than my actions…

 

Mein Blog macht nicht einmal für mich Sinn. Zumindest keinen, wie man es aus social media oder anderen Kack gewohnt ist. Ich will mich ausdrücken, das mache ich in 11 von 10 Posts klar. In meinem Kopf besteht momentan alles aus Inspiration.


Andere inspirieren mich; ich inspiriere andere.


Wenn ich mir die Zukunft ausmale, in der Irreationale wirklich mal von mehr als 5 Personen erkannt wird, frage ich mich: Wieviele Leute haben gerade ein starkes Déjà-vu oder erinnern sich an mich, in der Bahn sitzend und ins Notizbuch kritzelnd. Und wie die sich anstrengen, sich an mein nichtssagendes Gesicht zu erinnern um mich in Zukunft auf der Straße zu erkennen. Als würde mein Aussehen irgendwie wichtiger sein als das, was ich mache…

Oktober 26

Nichts Neues im App-Fisch(k)becken?

Ich finde es so traurig, dass die meisten Menschen ziellos auf der Suche sind nach ihrem Ziel. Besonders, was die Liebe betrifft. Da wird wahllos von einer Flirt-App zur nächsten gewischt und auf die große Liebe gehofft.

Wisst ihr, wie für mich das ganze aussieht?

Stellt euch ein riesiges Haifischbecken vor. Die einen Haie sind größer, die anderen kleiner.


Gemeinsam haben sie nur den Hunger.


Und dann taucht da auf einmal ein Seepferdchen im Haikostüm auf. Weiterlesen

Oktober 25

Ach du Fäkalie, die alten Kamellen!

Da verbringe ich den ganzen Tag mit Surfen, schaue Dokus über den Weltkonsum, psychologisches Krankheiten und lande über Umwegen bei einem meiner alten Blogs. Ohje, ein bisschen peinlich berührt mich das schon. Weil ich nicht mehr genau weiß, was ich schrieb und was ich jetzt davon halten würde.

Als ich einige Posts so lese, bemerke ich, dass ebendiese sich fast 1:1 auf Irreationale wiederfinden könnten. Gut, einige Sachen sehe ich nicht mehr so verbissen wie früher (Ego und so), aber


im Prinzip können diese alten Blogs sogar die Geburtstunde für das hier sein.


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