September 6

#0027 Mach‘ Platz für die Einrichtung!

Nußloch. Weiße farbabgeblätterte Außenwände, schäbige rote Bilderrahmen mit Sprüchen im Schaufenster. Soll ich da jetzt wirklich wohnen? Im Souterrain mit wenig Licht und sehr verwinkelter Wohnung liegt meine (oder unsere?) Wohnung. Es fühlt sich an, als säße mir jemand im Nacken. Jemand schaut im Wohnzimmer fern und fühlt sich durch meine bloße Anwesenheit dermaßen gestört, dass er den Türschlitz vor mir sogar auch noch schließt. Das ist doch schrecklich!

Mehrmals sehe ich den verwinkelten Altbaueingang und anscheinend wirre ich davor umher. Der Eingang ist nicht direkt an der Straße, sondern ca. zwei Meter von der Straße zurückgesetzt. Als ich lüften will, fällt mir auf, dass an jeder Wand nur ein Fenster genau mittig plaziert ist. Es kann kein Durchzug hergestellt werden und obwohl niemand dort ist, steht mir ständig jemand im Weg. Irgendwie ist noch Emanuels Mutter dort und sie holt etwas aus der Wohnung. Ich sitze nur desinteressiert auf einer Art Pritsche und warte darauf, dass sie geht.

Trotz des weißen hellen Lichts draußen ist es in der Wohnung viel zu dunkel. Der Grundriss ist auch so verwinkelt, dass man nicht einfach wahllos seine Möbel hätte platzieren können und mich stört die Vorstellung, dass Emanuel einfach wahllos alles vollgestellt hat.



VeröffentlichtSeptember 6, 2017 von Die Irre in Kategorie "Self-Research

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