August 30

#0015 Das detailreiche Kunstbuch und ein Waldspaziergang

Es beginnt auf einem Schulgelände. Ich unterhalte mich mit einer Mitschülerin darüber, dass der Unterschied zwischen großer Berufsschule und kleinem Unternehmen extrem sein kann. Und dass man mit fünf Kollegen auf Arbeit keine intellektuellen Unterhaltungen führen könne. Sie stimmt mir zu.
Das Schulgebäude besteht aus grauen Betonplatten und roten Designstreifen: Nichts Ungewöhnliches. Wir betreten das Gebäude und gehen in den Kunstraum. Dort bemerken wir, dass unsere Bücher minimale Unterschiede vorweisen: Die Zeichnungen aus meinem Buch beinhalten eher brillenähnliche Verzierungen. Wir zeigen unsere Bücher den beiden Lehrern am Pult.

Dann klingelt es wieder zur Pause. Wir packen unsere Sachen und ich war mal wieder die Letzte. Durch den engen Ausgang komme ich nicht heraus, worauf ich genervt stehen bleibe.

Es geht um einen Wald oder einen Dschungel. Mit wem bin ich dort? Wir müssen uns verstecken und gleichzeitig Nahrung sammeln. Ich hasche nach einem blau-weißen verpixelten Schmetterling, bekomme ihn aber nicht zu fassen. Obwohl ich weiß, dass wir verfolgt werden, habe ich keine Angst. Ich sehe das dunkle Grün der Bäume und einen braunen Pilz.

August 30

#0014 Keine Partystimmung und maues Buffet

Ich bin mit Madlen in einem Bastelkurs, in dem jeder gerade seine Ideen präsentiert. Es gibt viele Skulpturen, die leuchten und sich auf Knopfdruck vibrierend fortbewegen. Warum auch immer schießt mir die Idee durch den Kopf, dass ich bei Otto auch als Produktentwickler arbeiten könne.

Zusammen mit Naomi bin ich auf einer Party in einem angemieteten Raum. Es wirkt von der Einrichtung und dem Stil wie die Gaststätte in Prag. Wir wollen uns links hinsetzen. Dort sitzt auch Madlen, allein speisend. Sie sieht nicht so zusammengefallen aus wie sonst. Naomi (oder jemand Anderes?) meint, wir sollen uns woanders hinsetzen. Also setzen wir uns auf die linke Seite. Ich sage: „Ist mir egal, wo wir uns hinsetzen. Hauptsache, wir ziehen den Finger und holen uns was vom Buffet!“

Alles ist mit hellbraunem Parkett ausgelegt und die Umgebung ist sehr hell. Auf dem mit weißem Auslegepapieren geschmückten Tischen liegen einzeln gebrauchte Servietten. An einigen Tischen stehen aber noch unbenutzte und mit Wasser gefüllte Plastikbecher. Wir setzen uns kurz, stehen aber sofort wieder auf. Zuerst befinden sich nur Madlen, Noami und ich im Raum.
Am Buffet bzw. an der Bar stehen plötzlich aber ca. 20 Personen. Nach ein paar Sekunden merke ich, dass die meisten garnicht an der Bar anstehen. Ich frage zwei kleine Jungs aus dem hinteren Teil der Schlange, ob sie auch anstehen. Der rothaarige Junge mit den Sommersprossen schüttelt mit dem Kopf und lächelt mich einfach nur an. Wir gehen an der Schlange entlang; das Buffet ist fast vollständig geleert.
Nach der Party taucht Dario auf, der laut Facebook „Junnen Ixdeh“ heißt.

August 30

#0013 Die ersten Farben kommen.

Ich befinde mich bei einer Art Wohnungsbesichtigung, die sich als Besichtigung eines riesigen Anwesens herausstellt. Es ist eine Villa, die von einer riesigen Wiese und Bächen mit Rasensprenklern umgeben ist. Bei diesem fantastischen Wetter strahlen das blaue Wasser und die grünen Hecken regelrecht. Der Makler zeigt mir das Schlafzimmer und meint, dass man rückwärtig noch ein Fenster einbauen könne. Das kommt mir logisch vor, denn da es keine angrenzenden Gebäude gibt, braucht es keine durchgehende Brandwand geben. Der Makler nimmt eine Art Fensterrahmen und setzt diesen auf die Stuckverzierung. Das Fenster ist sehr klein, sodass von draußen zwar viel Licht erkennbar ist, aber innen ist es trotzdem noch sehr duster.

Ich bin mit den Sons of Anarchy unterwegs. Wir durchsuchen leere Räume und Grundstücke. Aber was suchen wir? Plötzlich spielt Musik und wir entscheiden, bei dieser Party zu bleiben. Ich sitze auf dem Boden. Bin ich in einem Bordell? Keine Menschen sind hier und die Räume, in denen ich mich befinde, haben keine Möbel.

August 30

#0012 Die sinnlos abmontierte Eingangstür

Die Suche besteht aus mehreren Etappen. An die mittlere erinnere ich mich.

Charlotte zeigt mir ihre Wohnung, die ein Teil eines Einfamilienhauses ist. Sie erzählt mir, dass sie die Eingangstür abmontieren musste. Der Vorraum sieht aus wie eine Garage und ist mit gräulichen Laken verhangen. Ich wundere mich, wie dunkel es wohl innen sein mag, aber ich bin nicht hinein gegangen. Direkt vor den Laken befindet sich ein schwarzes Metallgitter mit Rosenmuster, wie es in Gärten beliebt ist. Die verschnörkelte Tür hängt links oben an einer zweiten Ebene hinter der Eingangsfassade.

Ich befinde mich in einer Art Holzhütte und packe einige Sachen hin und her. Wahrscheinlich gibt es auch eine Terrasse und ich fürchte mich vor einem Einbrecher. Direkt Angst verspüre ich nicht, ich habe mich nämlich nur geduckt und bin nicht weggerannt.

August 30

#0011 Red‘ doch mal Klartext oder traust du dich nicht?

Es herrscht angespannte Stimmung, die niemand anspricht und eigentlich will ich nur weg hier. Ich bin im Flur des Kindeshauses; die Küche besteht aus mehr als vier quadratisch stehenden Stühlen. Svenja sitzt rauchend auf einem der Stühle und hat die Füße auf’s Geländer gelegt.

Ich wirre im Flurbereich umher, bis ich in die Küche bzw. auf den Balkon gehe. Svenja verwickelt mich ungefragt in einen Monolog, den ich garnicht führen will: „Wenn wir nicht unsere frauenverstehenden Männer hätten, würden wir viel mehr gegen alle schießen, weißt du?“

Alles wird verallgemeinert, damit sich der Rücken der Anderen leichter anfühlt. Svenja spricht noch einen Stephan an, den sie mit einer Freundin verkuppeln will. Ohne weitere Erläuterung weiß ich, dass es Stephan und nicht Stefan ist. Erwartet sie von mir, dass ich mich hinsetze und ich alle Männer verteufel? Ich erwidere nichts und lasse ihre Aussage unbeantwortet.

Ich bin stolz, dass ich auf dieses Thema nicht eingegangen bin.

August 25

#0010 Wo soll denn der Laptop hin?

Ich muss in Windeseile einen Klassenraum vorbereiten. Kein Schüler ist anwesend, sodass der Laptop in einem anderen Raum ausprobiert wird. Der Raum switcht von „quer zu mir“ zu „seitlich und eher rechteckig“. Alles ist sehr hell eingerichtet und es sieht nach einem normalen Klassenzimmer aus. Statt Schülern warte ich aber auf meine Kollegen.

Ich bin in einer Bahn. Der hinterste Platz ist mit einer Glaswand versehen. Dort setze ich mich hin.

Als ich wieder ins Klassenzimmer komme, sind bereits fast alle Plätze besetzt, als warten alle auf mich. Auch meine Kollegin Daniela ist anwesend. Muss ich eine Präsentation halten?

August 25

#0009 Ich will diesen Besuch garnicht.

Mein Kollege Eric braucht irgendeine Information von mir. Als ich ihm ebendiese Information gebe, wird es düster und dunkel.
Ich befinde mich im Kindeshaus, das ganz anders aussieht, eher wie ein schäbiger kleiner Bungalow. Madlen führt mich durch ein Wohngebiet. Ich habe keine Zeit, meine Sachen zu packen; nicht einmal Zahnpasta habe ich dabei.

Ich bin in einer Wohnung, die heller ist. Schlafen alle? Ist das bei Rafael zu Hause?
Ich stehe in der Küche, der Kühlschrank ist leer bis auf ein paar alte Dips. Auf der Küchenzeile steht ein Mixer, der mit frischen Erdbeeren gefüllt ist. Da wächst auch frische Pfefferminze im Gerät. Ich nehme eine Erdbeere und ein Blatt Pfefferminze und esse es heimlich. Soll mich niemand erwischen? Bin ich hier nur Gast?

Ich liege plötzlich im Bett und kuschele mit Rafael oder irgendjemand Anderem. Ich fühle ich unwohl, da ich Emanuel erwartet habe. Zum Anfang im Auto war ich noch erfreut.

August 25

#0006 Umkehr ist Tod.

Die erste Suche nach über einem Monat.

Ich habe mich für eine neue Arbeit entschieden und befinde mich in einem containerartigen kleinen Büro mit weißen Wänden und viel Licht. Herr Trafo scheint mein Chef zu sein.

Ich liege auf einem knarrenden schwarzen Metallbett und mich beobachten die Menschen vor der Tür, was mir sehr unangenehm ist. Der Raum, in dem ich mich befinde, ist rot-schwarz und dunkel und scheint keine Fenster zu haben. Ich habe mich mehrmals im Bett gewälzt, aber niemand kam herein.

Als ich in einem sehr hellen und weißen Bahnwaggon sitze, vermischt sich seine Hülle mit der Nacht. Ich schaue auf den Bildschirm und lasse viele Hasskommentare über mich ergehen, z.B.: „Was bildet die sich ein? Herr Trafo war doch verheiratet, diese Schlampe!“ Aber das kommt nicht an mich heran; ich habe keine Angst. Ich denke mir: „Erstens, wie kann das sein, wenn ich noch Jungfrau bin? Und zweitens, was ist mit seiner Entscheidung, seine Frau zu betrügen? Ich kann ihn ja kaum zwingen!“ Diese Gerüchte lassen mich komplett ruhig und entspannt; ich habe kein Verlangen, mich zu rechtfertigen, da ich die Wahrheit kenne.
Zurück im hellen Waggon werde ich irgendwie zum Aufstehen gebracht; wahrscheinlich wegen des Gerüchts. Die zwei Viererabteile sind recht gut besetzt, so entscheide ich mich in den hinteren Teil des Waggons zu gehen. Als ich jedoch sehe, dass der Boden dort mit schwarzem Blut verschmiert ist wie Öl und eine weiße geköpfte leblose Kreatur vor meinen Füßen liegt, stößt mir ein abstoßender Gestank in die Nase und ich mache kehrt. Ich habe allerdings keine Angst, mich wieder zwischen die Personen zu setzen, die mich vorher verabscheut haben.