August 25

#0005 Haltlose Liebesbekundungen

Ich befinde mich in einem Landhaushotel mit vielen weißen Wänden und recht kleinen Zimmern. Hier liegen eine Menge Zeitschriften herum, die ich zum Basteln nutzen wollte. Aber ich muss die wichtigsten für’s Büro heraussuchen. Es sind am Ende mehrere zusammengetackerte und unschön zusammengehaltene Blätter. Ein Mann sagt mir, dass das in die Unterschriftenmappe soll und auf einem Beistelltisch lagen auf einmal mehrere dunkle nicht voneinander unterscheidbare Unterschriftenmappen. Ich erinnere mich ständig daran, Wichtiges von Unwichtigem zu filtern.

Auf der Couch in einem Wohnzimmer neben einer sehr kurzhaarigen Kylie Minogue sitzend, unterhalte ich mich mit ihr. Sie erzählt etwas, aber ich höre nicht zu. Ich sage ihr: „Wäre ich ein Typ, würde ich dein bester Freund sein. Oder aber total verknallt in dich, weil du so schön bist.“ Sie küsst mich und plötzlich befinde ich mich wieder im weißen Foyer des Hotels. Ich nehme einen Ohrring, der aussieht wie eine pink angemalte Silberaugenbraue, doch den Stecker lasse ich auf dem Tisch liegen.

In meinem Auto, Naomi neben mir. Ich parke hinaus auf die Auffahrt und streife hörbar quietschend den Bordsteig, aber fahre weiter. Aufgrund der Enge kann ich sowieso nicht ausweichen. Ich bringe den Ohrring zurück, damit es nicht auffällt, dass der Stecker fehlt.

August 25

#0004 Stopf‘ das Loch!

Ich bin bei Olivia und warte auf etwas. Wir sitzen in ihrer kleinen dunklen Wohnung im Wohnzimmer und draußen regnet es. Vor mir steht ein großer Röhrenfernseher und ein Holztisch. Es tropft von der Decke, aber das scheint niemanden zu stören. Nach einer Weile ist der Regen so stark geworden, dass sich Olivia über das krisselige Fernsehprogramm aufregt und versucht, das Wasser von der Scheibe zu wischen. Ich sage ihr, dass es sinnlos ist und sie sich darauf konzentrieren solle, das Leck zu beheben.

Adrian räumt sein Auto in der Herrmannstraße ein. Es ist nur wenig Platz und er schiebt sein Auto einige Zentimeter nach vorn. Mein Auto kommt deshalb ins Rollen und stößt an ein sehr teures Auto, welches zu allem Überfluss auch noch die Straße hinunterschlittert. Einige Menschen starren uns an und kommen auf uns zu. Wir wollen nicht entdeckt werden.
Als wir wieder in der Wohnung sind, halte ich eine Art Kalender in der Hand. Auf dem Kalender steht „80.000€“ und ich bin dabei, den Kalender auf ein kleines Podest in der Wand stellen. Emanuel fragt, wieviel Schaden denn aufgelaufen sei und ob es sich um „135.000€“ (was nach wesentlich weniger klang) handele. Ich sage: „Nein, fast eine Million, 800.000€!“
Da machte ich mir Sorgen, denn Adrian ist doch der Schuldige. Aber gleichzeitig gehört das Auto doch Adrian, Mimi und mir gemeinsam, sodass wir eigentlich die Verantwortlichen sind!

Zu einem anderen Zeitpunkt tanzt Adrian für ein YouTube-Video an einer grauen Mauer, an welcher ein grünes Neonnetz klebte. Er schmeißt sich aus Spaß in das Netz hinein und bleibt mit seinen neonpinken Fransen hängen.

In Adrians Wohnung wird mir eine Schale Müsli angeboten aus Joghurt und Dosenmandarinen. Ich will soeben essen, da wird mir die Schale wieder aus der Hand genommen mit den Worten: „Entschuldigung! Wir müssen erst überprüfen, ob es angemessen ist, Ihnen Essen zu geben. Es gab Hinweise!“ Ich sagte: „Alles klar, lassen Sie mich raten: Frau Lampenmann und Herr Stiefel haben sich beschwert? Weil ich schon lange kein Mitarbeiter mehr bin? Alles klar, ich verstehe!“
Ich bin wahnsinnig enttäuscht und sauer, dass Frau Lampenmann mit ihrem Dreck durchkommt und sich bei anderen Angelegenheiten nicht an die eigene Nase fässt.
Ich trage außerdem einen orangfarbenen Hydra-Pullover sowie eine neonfarbene Hose. Diese seien ebenfalls nicht businesslike genug. Ich ziehe meinen Pullover aus, unter dem ich nichts mehr trage und fragte süffisant: „Na, bürotauglich genug?!“

August 25

#0003 Wenn ich Zuckerwatte will, kriege ich auch Zuckerwatte!

In diesem Einkaufszentrum bin ich bereits gewesen. Es besteht aus vielen Ebenen und einem recht offenen Laden, der Waffel-Brezeln verkauft.

Wir sind zwei Aussteller und jemand vor uns möchte mehrere Produkte bestellen. Die Verkäuferin erwiderte darauf, dass nur noch zwei Sorten übrig seien, der Rest gehe immer gut weg. Ich finde das komisch, da in der Küche mehrere runde Zuckerwatteschalen laut vor sich hin rührten mit den unterschiedlichsten Teigen.

Als es dämmerte, geht die Verkäuferin. Ich lief nach oben zu den Herdplatten und krabbele auf ihren Tresen. Von hier habe ich einen perfekten Ausblick auf alle drei Hochhäuser und die gesamte Umgebung. Ich stelle die Herdplatten an, obwohl das verboten ist und genieße die angenehme Abendatmosphäre.

August 25

#0002 Drum zoome, was du ewig wählst.

Ich beobachte alles aus der Beobachterposition wie im Sims-Spiel. Ein riesiges Anwesen mit hübschem Garten und Steinmauer taucht in meinem Blickfeld auf. Gerade eben komme ich aus einem Keller und ich bin auf einem Fliesen- oder Holzboden immer weiter in eine Höhle hinein gelaufen. Plötzlich weicht der Boden auf und alles matscht eine Etage tiefer. Ein Arbeiter gibt mir zu verstehen, dass der knallblaue Holzplattenboden frisch gelegt und noch nicht trocken sei.

In der Vogelperspektive schließe ich von der eingestürzten Mauer auf meinen Fehler. Eine Frau soll die Mauer wieder aufbauen, nur gräbt sie um die Mauer einen Graben. Es steht ein Auto in der Nähe.

Im Keller gibt es eine Reklame für einen pornografischen Film, in dem ein Mann ein Pärchen überrascht und beglückt.

Emanuel und ich wollen Fotos machen und wir befinden uns auf einer Messe. Eine Frauenstimme zählt mehrere neue Kameranamen auf. Über den Köpfen der Besucher hängen Schilder mit den Kameranamen und weiteren Details. Auf einmal bemerke ich, dass ich eine Kamera in der Hand halte und zoome auf das passende Schild um mich (wie die Frauenstimme sagte) von der besonderen Qualität zu überzeugen. Es ist eine stinknormale Kamera.

August 25

#0001 Der weiße Schiedsrichter

Die Suche fühlt sich an wie eine Abfolge von Aufgaben, wie in einem Sportwettbewerb. Ich liege kauernd wie ein Embryo auf trockenem Waldboden neben einem Zaungitter. Die Erde ist braun und im Himmel schwebt ein weißer Schiedsrichter. Meine Rückenschmerzen ignoriere ich.

Diese weiße Gestalt schwebt hinter mir in unserem Schlafzimmer vor dem Schrank und ich fühle mich erstarrt, ohne Panik zu empfinden. Ich habe zwar Angst, akzeptiere diese jedoch und plötzlich ist die Situation nicht mehr so angsteinflößend. Alles ist in weißen, gräulichen und braunen Tönen zu erkennen.