Januar 18

Du hast voll die Dorfkind-Attitüde!

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Tach, ich komme aus Berlin, weil ich da wohne.


Trotzdem bleibt der Titel „Dorfkind“ Kompliment und Beleidigung zugleich. Fast so wie „Brillenschlange“ oder „Streber“. Alte Beleidigungen. Wieso denkt man sich nicht etwas Originelles aus und übersetzt das ins Englische? „Nerd“ und „Glasssnake“.
Trends machen es uns ja vor und phonetisch erhält die englische Brillenschlange einen Boost an Ausdruckskraft. Trend geboren, Semantik verstärkt, Kaboosh!


Was will man mehr heutzutage auf einem angesagten Blog?


Ich warte auf alle, die das Wort „Semantik“ schnell im Lexikon nachschlagen müssen. Ach ne, googeln heißt das ja. Ich Schussel.
Wenn „Dorfkind“ bedeutet, dass mein Gegenüber hervorragend herausgefunden hat, dass ich Pferde striegeln und sogar Großbeete umgraben kann, dann vielen Dank!
Allerdings kann man sich selbst als Dorfkind bezeichnen und plötzlich ist es keine Beleidigung mehr. Es kommt wohl nur auf den Adressaten und Empfänger an.

(Übrigens zieht’s in Berlin immer, wenn man sagt: „Entschuldigung, ich bin ein Mädel vom Dorf und weiß nicht, welche S-Bahn ich nehmen soll…“ inklusive mitleidserregendem Blick. Da soll mal einer sagen, die Berliner sind unfreundlich.)

Sag’ doch gleich: „Du bist ein Trottel!“ Damit kann man arbeiten und das muss man auch nicht googeln.


xoxo the villagekid
Die Irre


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VeröffentlichtJanuar 18, 2016 von Die Irre in Kategorie "Geschriebenes

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