Oktober 26

Nichts Neues im App-Fisch(k)becken?

Ich finde es so traurig, dass die meisten Menschen ziellos auf der Suche sind nach ihrem Ziel. Besonders, was die Liebe betrifft. Da wird wahllos von einer Flirt-App zur nächsten gewischt und auf die große Liebe gehofft.

Wisst ihr, wie für mich das ganze aussieht?

Stellt euch ein riesiges Haifischbecken vor. Die einen Haie sind größer, die anderen kleiner.


Gemeinsam haben sie nur den Hunger.


Und dann taucht da auf einmal ein Seepferdchen im Haikostüm auf.Es bleibt zuerst unbemerkt, da die Tarnung gut ist und wartet verzweifelt auf ein ebenbürtiges Lebewesen.
Plötzlich taucht ein zweites verzweifeltes Seepferdchen im Kostüm auf. Die Freude ist groß, da die Hoffnung endlich Realität zu werden scheint. Doch das hält nicht lange an. Und warum?

Weil das Einzige, was die beiden Seepferdchen gemeinsam hatten, die Hoffnung war, irgendjemanden zu finden. Irgendjemanden, mit dem man aus dem gefährlichen Haifischbecken entkommen könnte. Aus dieser gefährlichen Situation, in die man sich freiwillig selbst begeben hat. Irgendjemanden.

Mit der Nutzung dieser Flirt-Apps machst du dich selbst zu irgendjemanden. Bist du das? Viele werden sagen: „Nein.“ Aber solange man nicht weiß, dass man für sich vollständig ist und ein/die Partner nur das i-Tüpfelchen sein kann und sollte, ist man es. Ein Irgendjemand.


Wozu ich mit diesem Text ermutigen will? Na, zu speziesübergreifender Fortplanzung, natürlich!


 


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Verfasst Oktober 26, 2016 von Die Irre in category "Geschriebenes

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