September 6

#0027 Mach‘ Platz für die Einrichtung!

Nußloch. Weiße farbabgeblätterte Außenwände, schäbige rote Bilderrahmen mit Sprüchen im Schaufenster. Soll ich da jetzt wirklich wohnen? Im Souterrain mit wenig Licht und sehr verwinkelter Wohnung liegt meine (oder unsere?) Wohnung. Es fühlt sich an, als säße mir jemand im Nacken. Jemand schaut im Wohnzimmer fern und fühlt sich durch meine bloße Anwesenheit dermaßen gestört, dass er den Türschlitz vor mir sogar auch noch schließt. Das ist doch schrecklich!

Mehrmals sehe ich den verwinkelten Altbaueingang und anscheinend wirre ich davor umher. Der Eingang ist nicht direkt an der Straße, sondern ca. zwei Meter von der Straße zurückgesetzt. Als ich lüften will, fällt mir auf, dass an jeder Wand nur ein Fenster genau mittig plaziert ist. Es kann kein Durchzug hergestellt werden und obwohl niemand dort ist, steht mir ständig jemand im Weg. Irgendwie ist noch Emanuels Mutter dort und sie holt etwas aus der Wohnung. Ich sitze nur desinteressiert auf einer Art Pritsche und warte darauf, dass sie geht.

Trotz des weißen hellen Lichts draußen ist es in der Wohnung viel zu dunkel. Der Grundriss ist auch so verwinkelt, dass man nicht einfach wahllos seine Möbel hätte platzieren können und mich stört die Vorstellung, dass Emanuel einfach wahllos alles vollgestellt hat.

September 6

#0026 Jack, ich fliege! Jack!

Der Tag des Endes von Emanuel. Die Suche beginnt um 4:00 Uhr und direkt nach dem Eintauchen bin ich schlagartig dort.

Ich fliege federleicht über den Hof in Gerswalde. Ich staune: „Wow, ist das schön!“ und alle Farben bekommen eine höhere Sättigungsstufe. Die Backsteinmauer verwandelt sich vom bekannten Braun-Grau zu einem knalligen Rot-Orange. Alle umliegenden Bäume erwachsen über die Dächer hinaus und faszinieren mich mit ihrem fast neonfarbenen Grün. Der Himmel flimmert zwischen gleißendem Weiß und Himmelblau hin und her wie das Geräusch der Psychokinese-Attacke von Pokémon vermuten lässt. Es wirkt, als wolle mir die gesamte Umgebung zulächeln. Alles flimmert, als würde ich ein altes Röhrenfernsehbild einstellen.
Ich sage: „Ich will jetzt zum Dach fliegen und dann aufwachen.“, um gleich darauf das erhabenste Glücksgefühl überhaupt zu fühlen.

September 6

#0025 Die Spiegel sind die Abkürzung.

Ich befinde mich mit Naomi in einer Hotelanlage, in der die äußeren Zimmer private Schlafzimmer sind und der lichtlose Kern besteht aus Küchen oder Gemeinschaftsräumen. Ich laufe schnurstracks durch die Öffnungen zwischen den einzelnen Räumen, die wir schmale hochkantige Spiegel aussehen. Naomi krabbelt mir hinterher durch die bräunlichen Schlafzimmer.

Irgendwann verlasse ich das Zimmer, obwohl ich weiß, dass es noch weiter geht. Ich frage Jemanden aus der Küche (Kellnerin Sunny?) und sie sagt: „Zu …? Da müsst ihr noch eine Weile laufen, aber ihr seid auf dem richtigen Weg, dort immer gerade aus!“ und sie deutet auf den Spiegelweg, den wir bereits eingeschlagen haben.

September 6

#0024 Spaßloses Über-die-Strenge-schlagen

Zusammen mit Emanuel bin ich in einer verwinkelten Gegend, ähnlich dem Soda. Wir kommen zu einem Automaten, an dem man lesbisch oder eine andere Art auswählen kann. Wofür entscheide ich mich? In der Wechselgeldklappe liegen unzählige Münzen. Unauffällig greife ich wahllos viele Cents, was keiner bemerkt. Emanuel greift ebenfalls herein und zieht bewusst nur die wertvollsten Zwei-Euro-Münzen heraus. Mir ist klar, dass das illegal ist, aber ich imitiere ihn und nehme ebenfalls noch Zwei-Euro-Münzen. Der Besitzer sieht dies und kommt uns immer näher. Nun bekommt auch Emanuel Schiss und wir rennen davon; der Italiener hinterher.

Wir kommen in einer Balkonlandschaft an und suchen uns eine unverschlossene Wohnung aus, die wir belagern können. Eine Nachbarin verwickelt mich (oder Emanuel?) in ein Gespräch, jedoch gebe ich ihr nur spärliche Infos. Aber Emanuel verplappert sich oder verhält sich sehr auffällig.
Der Besitzer und sein Freund sind plötzlich wieder da und das Versteckspiel hat ein Ende.

September 6

#0023 Stella, bist das du?

Madlen fährt mich während der Rush-Hour in eine Villa mit Garten um eine Freundin (Stella) in Eberswalde zu besuchen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob wir uns in der Villa oder an einem anderen Ort treffen.

Ich stehe an einem großen Eingangsfenster zum Garten hin und die Freundin (ca. 10 Jahre alt) rennt spielerisch herum und trägt einen geringelten Rollkragenpullover. Es ist mir in diesem Moment egal, ob wir hier spielen oder woanders.

September 6

#0022 Ich werde dich vermissen, Frodo!

Meine Aufgabe besteht darin, die kleinen Balkonpflanzen des Klassenzimmers zu pflegen. Das Klassenzimmer ist kreisrund wie ein Leuchtturm und ich betrete es immer nachts, weil ich von dort alle beobachten kann. Ebenfalls habe ich von dort einen perfekten Blick auf den Garten, der in rot-gelbes Laternenlicht getunkt ist.

Als ich zum Garten gehe, laufe ich an Familienhäusern vorbei, in denen schon viele Menschen auf eine Couch gezwängt im Eingangsbereich sitzen. Im Garten angekommen, der nur durch einen einfachen Schnappriegel verschlossen ist, toben plötzlich drei Katzen mit grau-schwarzen Mustern um mich herum. Ich bin davon so abgelenkt, dass ich das kleine Gatter nicht mehr zu bekomme.

Dann stehe ich in der Eingangstür zum Klassenzimmer und berichte jemanden, wie ich auf die Pflanzen geachtet habe. Währendessen beobachte ich eine der kleinen lila-pinken Blüten des Gartens. Es unterbricht uns jemand, der aussieht wie Frodo, dem ich mich hingezogen fühle. Er müsse (wegen eines Anrufs) bereits heute abreisen und es sei sein letzter Tag. Ich merke, dass ich ihn vermissen werde und er berührt liebevoll meinen Unterarm.

September 6

#0021 Spring‘ einfach!

Es ist hellster Sonnenschein und ich springe von einer Erhöhung in einen grau ummauerten langgezogenen Pool. Immer wieder kommen Sequenzen wie aus einem Werbespot, die sich zu einem Porno verändern.

Beim Springen in den Pool bin ich oben ohne und das ist mir auch bewusst, dass man mich beobachtet. Aber ich bin trotzdem gesprungen. Der Pool ist sehr tief mit vielen Fenstern und in einen Hügel eingelassen.
An einigen Stellen befindet sich brauner Rost.

September 6

#0020 Wem hören wir zu?

Obwohl wir nicht dazu gehören, setzen wir uns dazu und lauschen dem Hochzeitsvortrag, um nicht aufzufallen. Es ist ein heller Sommertag auf einer kleinen Wiese mit einer Hecke umrahmt. Die Hecke bildet ein Quadrat und darin sind diagonal die weißen Stühle angeordnet. An beiden Ecken stehen zwei Männer; der eine weißt uns darauf hin, dass es bald los geht. Um nicht aufzufallen, setzen wir uns (wieder?) hin und hören zu. Eigentlich haben wir nämlich eine Aufgabe, die wir erfüllen müssen. Plötzlich bin ich erhobenen Hauptes einfach aufgestanden und habe signalisiert: „Mir egal, ob ihr von mir erwartet, dass ich brav sitzen bleibe! Ich hab‘ was Anderes vor!“

September 6

#0019 Achtung vor dem pinken Bären!

Zwei Tage innerhalb einer Suche.

Ich bin mit einer Gruppe Leuten auf einem Festmarkt unterwegs. Naomi ist ebenfalls dabei. Alles ist gepflastert; die Straße mit grauen Steinen und die Mauerwände mit roten Ziegelsteinen. Überall liegen erschöpft die Menschen auf der Straße und schlafen vor sich hin. Sie tragen weiße Kleidung und wirken wie aus einer Quarantäne-Einrichtung ausgebrochen. In den weißen Plakaten, die an der Ziegelmauer hängen, befinden sich zwei kleine merkwürdige Risse. Es scheint, als bestehen die Plakate zeitgleich aus Papier und Porzellan.
Als ich die anderen frage, was hier passiert sei, schauen sie mich entsetzt an. Es sei ein Anschlag passiert, bekomme ich mit enttäuschtem Unterton geantwortet. Ich betone mehrmals, dass ich kein TV mehr schaue und nur noch selten am Handy bin und deshalb so uninformiert bin, aber das hört niemand. Wir nähern uns zwei halbrunden, kastig aussehenden knallpinken Plüschbären, die in ihrer Stirn ein seltsames Loch wie für eine versteckte Kamera aufweisen. Naomi sagt zu mir, dass wir die uns bereits vorher angeschaut haben, uns aber nichts von den Löchern aufgefallen ist.

In einer Wohnung unterhalte ich mich mit Madlen. Ich erzähle, dass ich mich unbewusst von den Bären fern hielt, aber niemanden gewarnt habe. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich mir dies während der Suche einreden wollte oder ob es wirklich so ist.

September 6

#0018 Hundefutter im Klassenzimmer

Ich befinde mich in einer Art blau-weißem Empfang wie in einem Krankenhaus. Jemand aus Fear the Walking Dead muss sich auf seinen Unterricht vorbereiten. Ich weise darauf hin, dass noch Hundekuchen im Lager vorrätig sei. Aber eine Kollegin meint, dass dies nicht zu meiner Arbeitszeit gehöre. Sie kommt mir vor wie die hinterhältige Dana. Auch Paula  ist hier und erzählt, dass Steve Jobs immer so fertig von Arbeit nach Hause kommt, dass er nur noch auf dem Sofa schläft.